Ga­mes­Lab im Win­ter­se­mes­ter 2024/2025: 7 er­folg­rei­che Ga­me­Jam Er­geb­nis­se

Im letzten Wintersemester 2024/25 haben 116 Studierende in unserem Kurs “Projektmanagement in der Computer- und Videospielindustrie” an einem Wochenende insgesamt sieben Videospiele selbst erstellt.

Über das Semester verteilt wurden von den Orgamitgliedern geleitete Workshops angeboten, um im Rahmen des Seminars Studierende auf den Gamejam am Ende des Semesters vorzubereiten.

Im 2D Workshop wurden den Studierenden verschiedene Aspekte von Digitaler Kunst und Konzipierung beigebracht. Darunter fallen Aspekte wie Concept-Art, User Interfaces und Animationen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Departments, wie dem 3D Department, Audiodepartment und Gamedesign, spielten dabei eine wichtige Rolle für die Vorbereitung auf den Gamejam.

Der 3D Workshop befasste sich mit dem Erstellen von 3D Objekten in der 3D-Modellierungs-Software Blender, der Animation dieser Objekte, dem Export der Objekte zur Unity-Engine und auch der Vorbereitung von departmentübergreifenden Arbeiten. Außerdem besuchten die Teilnehmenden das StudentLab3D des DMRC um über 3D Druck zu lernen.

Der Audio Workshop handelte sich um das Erstellen von Soundeffekten, Sprachvertonung und Hintergrundmusik für Spiele und dessen Arbeitsablauf in FMOD Studio und der anschließenden Integration in die Unity-Engine. Die Teilnehmenden besuchten darüber hinaus das Tonstudio der Uni Paderborn, welches ihnen auch bei dem Gamejam zur Verfügung stand.

Der Coding Workshop umfasste dieses Semester einen Grundlagenworkshop und einen Advanced Workshop. In den Workshops wurden den Studierenden wichtige Aspekte der Unity-Engine und Visual Studio beigebracht. Dies beinhaltete beispielsweise das Erstellen von 2D und 3D Umgebungen, die Integrationen von verschiedenen Kontrollmöglichkeiten für die Spielenden, und die Einbindung von Animationen und Sounds, unterstützt durch FMOD, von Spielobjekten.

Im Gamedesign Workshop wurden den Studierenden verschiedene Grundlagen der Konzipierung von Spielideen, Spielwelten und Mechaniken beigebracht. Dies umfasste also nicht nur die Erstellung von Welten an sich, sondern auch die Konzipierung von Interaktionsmöglichkeiten mit diesen, um einen guten Spielablauf zu ermöglichen. Der Workshop beschäftigte sich dabei auch mit Story und Narrative Design um Handlungen im Spiel zu erschaffen. Unterstützend wurden den Teilnehmenden auch Unterschiede der verschiedenen Departments nahegelegt und mit "Internship"-Terminen, also Termine an denen sie andere Workshops besuchen sollten, vertieft.

Nach all dieser Vorbereitung waren die Teilnehmenden bereit, um ihr erlangtes Wissen anzuwenden und am GameJam Wochenende komplett eigens erstellte Videospiele zu konzipieren.

Der Gamejam umfasste dabei eine selbst einzuteilende Arbeitszeit von drei Tagen über ein Wochenende in Gruppenarbeit in kleineren Teams von etwas mehr als 10 Teilnehmenden. Studierende hatten dabei die Wahl zwischen verschiedenen Projektvorschlägen, die sie selber in Umfragen verfasst hatten, die daraufhin vom Orga-Team ausgewertet und auf ein angemessenes Arbeitsmaß angepasst wurden. Vorgeschriebenes Thema der Vorschläge war dabei „Energie“, jedoch mit der zusätzlichen Anforderung „Strom und Laser“ nicht mit einzubeziehen. Aus den über 70 Vorschlägen entstanden dabei 9 wählbare Spielprojekte.

Während des Wochenendes verteilten sich die Teams über mehrere Räume in der Uni Paderborn, unterstützt durch die Hardware des Gameslabs und Einrichtungen wie dem Tonstudio der Uni Paderborn. Die Arbeit an den Projekten verlief kreativ und atmosphärisch entspannt.

Departments konnten ihre Aufgaben gut umzusetzen und arbeiteten einfallsreich in ihren Arbeitsfeldern. Gamedesigner erstellten beispielsweise aus Pappe kurzerhand Prototypen der Spielwelt, und Teilnehmende des Audiodepartments nahmen verschiedene Soundeffekte in Fluren und im Parkhaus auf, anstatt nur das Tonstudio zu benutzen. Artists der Teams erstellten auch Poster für ihre Spiele, die demnächst ausgedruckt und im GamesLab aufgehängt werden. Mit Hilfe des Orga-Teams konnte ein gutes Arbeitstempo eingehalten werden.

Ein paar Tage später konnten die fertigen Spiele im Plenum mit der Anwesenheit von Prof. Dr. Fuchs vorgestellt werden. Dabei wurden die Spiele-Prototypen in kleinen 15 Minuten Vorträgen vorgestellt und angespielt.

Die entstandenen Spiele aus den Vorschlägen der Studierenden zum Thema „Energie (ohne Strom und Laser)“ sind:

Grow Your Own Wisp, Abraca-Boom, Checkpoint Soul 2D, Checkpoint Soul 3D,
Biber‘s Beauty Palace, Harebringer of Souls, Dungeon Munchster

Schlusswort

Als Orga-Team sind wir sehr stolz auf unsere Teilnehmenden aus diesem Semester. Die resultierten Projekte sind Produkte von gut angewendeten Fähigkeiten, die mit viel Selbsteinsatz von den Studierenden in theoretischen und praktischen Anwendungen erarbeitet wurden. Aus den Workshops konnten dadurch viele Inhalte im zeitlich kurzem Rahmen des Gamejam-Wochenendes angewendet und umgesetzt werden.

Aus Umfragewerten geht auch hervor, dass die Studierenden dieses Semester viel Spaß an den Workshops und dem Gamejam hatten und selbst positiv überrascht waren, wie viele Elemente sie an einem Gamejam-Wochenende umsetzen konnten. Auch zu erwähnen ist dabei die Zusammenarbeit der Teams, ohne welche die entstandenen Spiele nicht möglich gewesen wären.